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Unser erstes Revier (bis 2021)

Das Revier

Der Weg ist das Ziel ...

Das Kranichbootrevier umfasste bis 2021 den Rhin und Seen inmitten der Ruppiner Schweiz von Lindow bis zum Molchowsee kurz vor Alt Ruppin, ohne eine Schleuse durchfahren zu müssen.


 Charakter & Besonderheiten

Am südlichen Rand der Mecklenburger Seenplatte im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land  befand sich bis 2021 das Revier des Kranichbootes. Inmitten des Ruppiner Seenlandes lag es windgeschützt in einem ruhigen, grünen Uferbereich am Rande der Drei-Seen-Stadt Lindow vor Anker.

Der Reiz des Reviers entlang des Flüsschens Rhin und seiner langgestreckten Seen lag in seinem unzersiedelten, ursprünglichen Charakter.

Der Wechsel der Eindrücke und Stimmungen zwischen den jeweiligen weiten Seen- und den ruhigen, beschaulichen Fluss- und Kanallandschaften war äußerst attraktiv.

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    Gudelacksee & Insel Werder

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    Südufer der Insel am Morgen

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    Blick von der Insel

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    Mit dem Kranichboot auf dem Möllensee

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    Wurzel-Schauspiel im Uferbereich

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    Das Kranichboot auf dem Rhin unterwegs

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    Fischreiher im Naturschutzgebiet

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    Im 'Amazonasgebiet' des Rhin ...

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    Ein einsames Boot startet in die Nacht ...

"Vor der Haustür" des Kranichboot-Liegeplatzes befand sich der 438 Hektar große und bis zu 36 m tiefe Gudelacksee, der auch in heißen Sommern die wohl beste Wasserqualität zum Baden in diesem Revier bot. An der stattlichen Insel Werder (großteils in Privatbesitz mit ökologischer Landwirtschaft und Teichen sowie einem Kinderprojekt) durfte auch Rast gemacht und ein kleiner Weg zu Fuß umrundet werden.

Der Lindower Rhin führte weiter zum völlig inmitten von Wäldern liegenden romantischen Möllensee.

Überraschender Höhepunkt im weiteren Verlauf des Flüsschens Rhin dürfte für jeden der erstmalige Anblick und das Durchfahren einer wohl einmaligen Wasserlandschaft in unseren Breiten gewesen sein: Die letzten Kilometer vorm Erreichen des Zermützelsees ließen vergessen, dass man sich mitten in Deutschland befindet. Eine von schwimmenden Rundhölzern geschützte, u. a. von Fischreihern, -Adlern und vielen anderen Wasservögeln bewohnte, urwüchsige Sumpf-Auen-Landschaft ("Fristower Plagge") breitete sich vor den Augen des staunenden Betrachters aus, der sich plötzlich in einem Amazonasgebiet wähnte ...

Auf dem Zermützelsee war man dann wieder in einer touristisch geprägten, jedoch reizvoll in die Wälder der Ruppiner Schweiz eingebetteten Landschaft mit teils hundertjährigen Ferienhäusern sowie Campingplätzen und dem seit 1936 bestehenden Waldmuseum. An dieser Stelle gab es früher unseren Tipp, mit dem Schlauchboot oder einem Kanu einen lohnenden Abstecher durch das Rottstielfließ auf den etwas abgelegenen, romantischen Tornowsee (für Motorboote gesperrt - Elektroboote frei) zu unternehmen, um hier die Natur ohne Motorenlärm zu genießen. Seit 2020 waren die Kranichbootgäste nun aber selber in der privilegierten Situation, den See mit dem elektrifizierten Hausboot leise und emissionsfrei befahren und genießen zu dürfen.

Das Revier für Mieter des Kranichbootes endete nach dem Tetzensee auf dem Molchowsee vor der Alt Ruppiner Schleuse Neumühle. 

Für "Natur-Genießer", die eine beschauliche, langsame Fahrt, vielmehr noch aber das Verweilen auf dem Wasser mit seinen ganz besonderen Momenten lieben, ist es jedoch in aller Regel nicht entscheidend, wieviele Seen letztendlich mit dem Kranichboot befahren wurden (die direkte Revier-Ausdehnung, ohne Abstecher oder Seerundfahrten, betrug immerhin mindestens 23 Kilometer). Im Vordergrund standen auch damals schon meist ganz andere Reize ...
 

Hauptsaison

Klar - die Ruppiner Schweiz liegt nicht im einsamen Mittelschweden, ist aber dafür schnell zu erreichen und war selbst für viele Berliner - die Hauptstadt ist nur ca. eine knappe Autostunde von Lindow entfernt - immer noch ein "Geheimtipp". Großartige Natur-Beobachtungen machen, Freiheit spüren, stille und romantische Momente genießen - all das konnte man durchaus auch in der touristischen Hauptsaison.

Dabei gab es einen deutlich spürbaren Unterschied zwischen einem normalen Wochentag und den Wochenenden, an denen die Besatzungen der meisten Boote der großen Hausboot-Vermieter im Lindower Yachthafen wechseln, bei schönem Wetter zahlreiche Boots-Ausflügler das kühle Nass genießen möchten oder auch mal das ein oder andere gemietete "Partyboot" aus Richtung Ruppiner See bis in die Lindower Gewässer schippert. Aber selbst dann kehrte gegen Abend fast überall überraschend wieder Ruhe ein - die allermeisten Hausbootbesatzungen, die in den Nachbarbuchten über Nacht vor Anker lagen, verhielten sich recht vernünftig. Und sollte dennoch einmal jemand zu nah "auf die Pelle" rücken: Einfach Anker lichten und etwas weiter ziehen - so etwas kann man schließlich nicht mit jedem "Haus" - nur mit einem Haus-Boot ... Überraschend ruhig zeigten sich die Gewässer dann jeweils schon ab Sonntagabend oder Montagvormittag ...

Die höchste Frequentierung auf dem Wasser lag über Christi Himmelfahrt sowie Pfingsten, gefolgt vom Zeitraum der Sommerferien in den östlichen Bundesländern.


Nebensaison
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    Oktober-Morgen auf dem Gudelacksee ...

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    ... In einem Turner-Gemälde erwachen

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    ... In einem Turner-Gemälde erwachen

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    Herbstmorgen auf dem Möllensee

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    Auf dem Möllensee - der Herbstwald zum Greifen nah ...

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    Klarer Herbsthimmel - auch am Abend ...

Mit dem Ende der Schulferien in Brandenburg, Sachsen und anderswo, veränderte sich die Szenerie auf dem Wasser schlagartig, selbst wenn der Kalender noch ein August-Wochenende und die Wettervorschau schönstes Ausflugswetter zeigte. Wer es allgemein ruhiger mochte, begab sich erst jetzt oder auch bereits in der Vorsaison auf's Wasser. Das Schöne daran: Auch "unter Deck", also im Kranichboot, kann man es sich warm und gemütlich machen und dank großzügiger Verglasung freien Blick in die Natur und weit über's Wasser haben.


 Lindow

"Lindow ist so reizend wie sein Name: zwischen drei Seen wächst es auf und alte Linden nehmen es unter ihren Schatten."

(Theodor Fontane: "Wanderungen durch die Mark Brandenburg")

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Lindows kleinstädtische Beschaulichkeit und seine Lage zwischen Gudelack-, Vielitz- und Wutzsee waren ein guter Einstieg in die Kranichboot-Wasserwelt. Das klassizistisch geprägte (auffallend die vielen originalen Holztüren und Tore), geschichtsträchtige Städtchen mit romantischen An- und Ausblicken zwischen den Ruinen des alten Zisterzienserklosters (Vorbild für Fontanes Kloster Wutz in seinem "Stechlin"), dem Stadtfließ, der "Schönen Nonne" am Wutzsee und dem Marktplatz wirkt angenehm "entschleunigend" auf alltagsgestresste Besucher ... Die repräsentative, barocke Stadtkirche mit hohem Turm und Sauer-Orgel gilt übrigens als eine der schönsten der Mark Brandenburg und lud im Sommer regelmäßig zu Konzerten ein.


 Umgebung (Mit dem Rad) erkunden
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Wer mit Fahrrädern anreiste (alternativ: Ausleihe von Mieträdern auch in einem Lindower Hotel möglich), konnte unmittelbar vom Kranichboot-Liegeplatz aus wunderschöne Fahrradtouren unternehmen: Mitten durch die großen Wälder der Ruppiner Schweiz, immer nah an den Kanälen und Seen, diese über kleine Holzbrücken überwindend oder entlang von Ufer- oder Schlosspark-Promenaden. Über weite Strecken (als Orientierung dienten auch spezielle "Radweg-Knotenpunkte") gelangte man so durch unverbaute Landschaft bis in die Fontanestadt Neuruppin oder auch nach Rheinsberg (Schloss & Park, Kammeroper, Musikakademie, Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum). In östlicher Richtung ging es über Meseberg (Schloss, Gästehaus der Bundesregierung) nach Gransee zum Radfernweg Berlin-Kopenhagen.


Anreise Auch mit der Bahn

Der Lindower Bahnhof war nur ca. fünf Gehminuten von unserem Liegeplatz entfernt. Auch einer Anreise mit ÖPNV / der Bahn stand also nichts im Wege.

Von April bis Oktober gab es einen direkten Bahnanschluss mit der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) / Regionalbahn RB54 auf der Strecke von Löwenberg, über Herzberg und Lindow bis Rheinsberg. In Berlin gab es gute Anschlüsse: direkt mit der RB54 von Lichtenberg bzw. von Gesundbrunnen mit dem RE5 und Umstieg in Löwenberg.

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